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Informationen zu Koliken & Blähungen –
Pferd, Kaninchen, Ratte, Meerschweinchen

Für Wissensdurstige

Unterschiedlicher können diese vier Tierarten auf den ersten Blick kaum sein, doch in einem sind sie sich sehr ähnlich: Sie verfügen über einen sehr ähnlichen Verdauungsapparat. Der Magen ist einhöhlig und als Besonderheit verfügen diese Tierarten über einen funktionellen Blinddarm und gelten zudem als sogenannte Dickdarmverdauer.

Schematisch gesehen kann man sich den Magen-Darm-Trakt folgendermaßen vorstellen (links der Randbereich des Magens, rechts der Darmausgang):

Der Verdauungstrakt der Dickdarmverdauer kann vereinfacht in 4 Bereiche eingeteilt werden (Abb. 1):

  1. Magen
  2. Dünndarm
  3. Blinddarm
  4. Dickdarm

In jedem Abschnitt der Verdauung kann es zu Problemen und daraus resultierenden Koliken kommen. Im Folgenden erfahren Sie die Besonderheiten dieser vier Tierarten in ihrem Verdauungssystem:

1. Der Magen:

Futter gelangt zerkaut in den Magen (blau). Der Magen der vier Tierarten Pferd, Kaninchen, Ratte und Meerschweinchen unterscheidet sich von dem eines Allesfressers (z. B. Hund) und ist deutlich spezialisierter. Es ist nicht die Standardausführung, wie beim Allesfresser, die einem birnenförmigen Sack mit einem einfachen Ein- und Ausgang ähnelt (Abb. 2), sondern der Mageneingang wurde in die Mitte des Magens verlegt. So hat sich seitlich ein Blindsack gebildet, der abseits des Hauptnahrungsstroms einen eigenen Bereich bildet (Abb. 3).

Mögliche Problemstellen im Magen:

Der Magen eines Dickdarmverdauers ist gemessen an der Körpergröße sehr klein und ist kaum dehnbar. Pferde haben ca. 18 Liter Fassungsvermögen im Magen und Meerschweinchen um die 20 – 30 ml. Selbst bei übermäßiger Befüllung und eventueller Gasbildung, kann sich der Magen kaum ausdehnen. Dies führt direkt zu einem Schwachpunkt in der Anatomie, denn Dickdarmverdauer können sich nicht erbrechen oder aufstoßen, wenn es zu einer Gasbildung kommen sollte. Anatomisch nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass Gase nach oben steigen und diese dann im Blindsack landen, der keinen für Gase passenden Ausgang hat (s. roter Pfeil in Abb. 3). Sollte es zu einer Aufgasung in diesem Bereich kommen, ist es für das jeweilige Tier eine große Schmerzbelastung und es sollte direkt Abhilfe geschaffen und ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

2. Der Dünndarm:

Der Dünndarm (orange) ist verantwortlich für die enzymatische Verdauung. Im Dünndarm werden im Optimalfall 95 % der Stärke, 65 % des Eiweißes und 90 % des Fettes resorbiert. Im ersten Abschnitt des Dünndarms werden die Verdauungssäfte von Galle und Bauchspeicheldrüse eingespeist und neutralisieren den sauren Mageninhalt. Info: Pferde produzieren täglich 30 – 35 l Bauchspeicheldrüsen-Saft, der Mensch hingegen nur 1 – 2 l.

Mögliche Problemstellen im Dünndarm:

Probleme ergeben sich wenn die Stärkeverdauung gestört ist oder zu viel Stärke gefressen wurde, die nicht genug Zeit hatte verdaut zu werden. Dies führt zu einem pH-Abfall im Dünndarm und zur Gasbildung. Die Folge davon ist eine Kolik. Wenn es zu einem Übertritt von Stärke in den Dickdarm kommt, führt dies auch dort zu einem starken pH-Wert-Abfall und zu Gasbildungen, die ebenfalls in einer Kolik enden können.

3. Der Blinddarm:

Im Vergleich zu anderen Tierarten ist der Blinddarm (rot) extrem vergrößert und hat sogar ein größeres Volumen als der Magen. Bei Ratten beträgt der Anteil des Blinddarms an der restlichen Dickdarmlänge 26 %, bei Pferden ist der Blinddarm ca. 1 m groß und fasst ca. 33 l.

In dieser Gärkammer werden ansonsten unverdauliche Pflanzenteile, die bisher noch nicht verdaut wurden, mithilfe von Mikroorganismen, auch Darmflora genannt, zerlegt und resorbiert. Die Darmflora ist extrem wichtig für eine ordentliche Verdauung. Bei der Zerlegung der Pflanzenteile kommt es natürlicherweise zu einer Gasbildung, daher befindet sich über dem Futterbrei im Blinddarm eine Gasblase. Die normale Verweildauer des Nahrungsbreis im Blinddarm von Pferden beträgt 15 – 20 Stunden (bei einer Gesamt-Verweildauer im Dickdarm von 34 – 46 Stunden).

Bei Kaninchen und Meerschweinchen gibt es noch eine effiziente Besonderheit, denn bei ihnen gelangt nur ein Teil des Dünndarminhaltes in den Blinddarm. Mithilfe von Bakterien wird dieser Nahrungsbrei zu nahrhaften Futterstoffen, wie Eiweißen, Zuckern und Vitaminen umgewandelt und als sogenannter Blinddarmkot ausgeschieden. Dieser spezielle Kot wird von den betroffenen Tierarten direkt gefressen.

Mögliche Problemstellen im Blinddarm:

Blinddarmverstopfung:

Durch eine zu geringe Darmbewegung (z. B. durch Bewegungsmangel oder Wurmbefall) oder einem zu geringen Wassergehalt des Futterbreis oder Sandfressens kann es im Blinddarm zu einer Ansammlung von Nahrungsbrei kommen, der nicht wieder hinaus geschoben werden kann. Es kommt zu einer Verstopfung des Blinddarms, was zu Beginn oft nur durch leichte Koliksymptome und Fressunlust sichtbar wird.

4. Der Dickdarm:

Der Dickdarm (grün) ist bei Pferd, Kaninchen, Ratte und Meerschweinchen auf eine optimale mikrobielle Zellulose-Verdauung spezialisiert. Dafür benötigen sie große Gärkammern, in denen Zellulose mithilfe von Bakterien zerlegt werden kann. Dies geschieht im Dickdarm und stellt für die Kategorie der Dickdarmverdauer den wichtigsten Bereich der Verdauung dar. Pferde haben ein Fassungsvermögen im Dickdarm von bis zu 180 l. Im Dickdarm werden Wasser und Nährstoffe resorbiert und der Verdauungsbrei eingedickt. Im letzten Abschnitt des Dickdarms werden dann die typisch geformten Pferdeäpfel oder Kaninchenköttel geformt und anschließend ausgeschieden.

Mögliche Problemstellen im Dickdarm:

Im Bereich des Dickdarms kann es zu verschiedenen Koliken kommen. Auslöser für eine Kolik ist sehr häufig eine zu hohe Gasbildung. Die kann dazu führen, dass ein Bereich des Dickdarms durch die entstandenen Gase nach oben geschoben wird und sich anschließend mit anderen Teilen des Darms „verschlingt“. Durch eine sogenannte Darmverschlingung werden Bereiche abgeklemmt und nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Dies führt rasch zu einem Absterben der betroffenen Darmregionen und kann für das Tier tödlich enden. Hier ist schnelle Hilfe durch einen Tierarzt gefragt – häufig kann das Tier nur noch durch eine OP gerettet werden.

Durch eine übermäßige Gasbildung kann es weiterhin zu einer Überdehnung der Dickdarmwand kommen. Dies kann dazu führen, dass die Peristaltik, also die Darmbewegung, die den Futterbrei im Darm weitertransportiert, nur noch beeinträchtigt funktioniert oder im schlimmsten Fall gänzlich erliegt. Dies führt zu einer Verstopfungskolik und kann zu einem Kreislaufzusammenbruch führen. Bei Kaninchen wird die Verstopfungskolik auch Trommelsucht genannt, da sie im akuten Zustand mit den Hinterläufen „klopfen“. Hier ist rasches Handeln nötig.

Quellen:

  • Lehrbuch der Anatomie der Haustiere, Nickel, Schummer, Seiferle 1975
  • Lehrbuch der anthroposophischen Tiermedizin, Jörg Spranger 2007
  • Anatomie und Physiologie der Haustiere, Klaus Loeffler 1981